Das Album Dora Pejačević: Complete Symphonic Works wurde von der New York Times als eines der „5 Classical Music Albums You Can Listen to Right Now“ ausgewählt. Dies ist eine große Anerkennung für die Musik von Dora Pejačević sowie für alle Künstlerinnen und Künstler, die an diesem Projekt beteiligt waren – die Pianistin Martina Filjak, die Sopranistin Annika Schlicht, die Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Maestro Ivan Repušić sowie das Team von Audite.

„Vielleicht haben Sie noch nie von der Komponistin Dora Pejačević (1885–1923) gehört, doch in der kroatischen Musik nimmt sie eine bedeutende Stellung ein. Als Vertreterin des spätromantischen Stils führte sie das Orchesterlied in das Repertoire ihres Landes ein und schrieb dessen erste moderne Symphonie sowie das erste moderne Konzert. Diese Werke erscheinen zusammen mit Pejačevićs gesamtem orchestralen Schaffen auf diesem beeindruckenden Album.

Als Bewunderin metaphysischer Dichtung sehnte sich Pejačević danach, in eine schöpferische Welt zu entfliehen, in der der Geist das Körperliche überwinden würde. Doch das gelang ihr nie. Der Erste Weltkrieg, dessen Gewalt sie als Krankenschwester aus nächster Nähe erlebte, brachte das Physische mit voller Wucht in ihre Musik zurück, während ihr eigenes Leben durch eine Geburt tragisch früh beendet wurde.

Pejačevićs Klavierkonzert ist voller schmerzvoll aufsteigender Figuren und eleganter melodischer Wirbel, doch die Pianistin Martina Filjak bringt die perkussive Intensität hervor, die das Werk erdet. In „Liebeslied“, dessen üppige und zugleich klare Harmonien an Gustav Mahler erinnern, vertont Pejačević einen Text von Rainer Maria Rilke über Liebende, die wie eine einzige Saite mitschwingen und sich der Anziehungskraft des Körpers nicht entziehen können, selbst wenn ihre Seelen nach Freiheit verlangen. Von Annika Schlicht mit leidenschaftlicher Intensität gesungen, ist dieses Stück eine perfekte Einführung in die Spannungen zwischen Erde und Geist, die Pejačevićs Musik prägen.“ – Gabrielle Ferrari, The New York Times, 7. Mai 2026